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25. Februar 2008

Re: Sinn des Ganzen? - LinuxTag 2003 mit Coding-Marathon

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 00:04
> > Völlig überspitzt ist noch untertrieben. > Das Problem an deinem Beitrag ist, dass er nicht wirklich was mit > OpenSource zu tun hat. Es gibt gut designte OpenSource Programme (wie > z.B. KDE) die wohl den meisten Kriterien für gutes Software-Design > genügen und es gibt schlecht designte. Keine Frage. Aber das gleiche > gilt für ClosedSource. Ich hab Einblick in mehrere Software-Firmen > und oftmals ist es immer dasselbe. Es ist meistens schlicht keine > Zeit, um vorbildlich UML-Diagramme zu erstellen und die > Datenbank-Schemata per ER-Diagramm zu entwerfen. Genau. Es liegt bei kommerziellen Projekten nicht unbedingt an fehlender Lust oder fehlender Einsicht. Entwicklung ist schlicht und einfach unglaublich teuer - da zählt jeder Monat extra, der u.U. in ein vernünftiges Design gesteckt wird. Da bei Entwicklungsbeginn die Marktchancen nur abgeschätzt werden können, versucht man den Aufwand halt so klein wie möglich zu halten. Das sich das u.U. später rächt, ist vielen Firmen _bewußt_ - man geht das Risiko aber ein. Selbst gute Programmierer können übrigens ein fehlendes Design nicht rausreißen; spätestens dann, wenn eine kritische Größe erreicht ist, kann der einzelne die Anwendung nicht mehr überblicken und er ist gezwungen, sich auf einen Teil davon zu konzentrieren. Da aber mehr als nur selten dieser Teil mit vielen anderen Teilen zusammenarbeiten muß, ist die Summe der Einzelqualitäten schlußendlich entscheidend - ohne ein durchdachtes Design kommt es dann häufiger zu mangelnde Gesamtqualität, obwohl der Einzelne durchaus korrekten und guten Code geschrieben hat. Bei einer OSS-Entwicklung sollte doch häufig die Zeit nicht der wesentliche Faktor sein - klar es gibt Ausnahmeentwickler, die von Firmen unterstützt werden aber die Regel ist das meines Wissens nach nicht. Und wenn man schon keine Unterstützung kriegt, braucht man sich um die Kosten doch keine Gedanken zu machen und kann sich folglich mehr Zeit nehmen. Deshalb _sollte_ die OSS eigentlich eine bessere Gesamtqualität liefern, da auf ein gutes Design viel Zeit verwendet werden kann - daß das in der Realität nicht unbedingt zutrifft (Stichworte: Spaß am Entwickeln, keiner hat Lust ein Design zu machen), ist hoffentlich klar. > Auch bei OpenSource wird sicherlich oft geschlampt. Aber bei den > großen, guten OSS-Programmen ist das im Regelfall nicht so, da man > ansonsten das ganze nicht mehr koordinieren kann. Und die OSS > Programmierer haben einen Vorteil. Sie stehen nicht unbedingt unter > dem Druck, dass es am 15.04. fertig sein muss. Äh. Ja. Ok. Du hast das auch geschrieben :-/ Mirko

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