Re: Für die privaten Sender zahlt auch jeder Gebühren… - Private TV-Sender kritisieren Marathon-L…

marathon > Nein, du musst und kannst nicht voellig auf Konsum verzichten. Dein
> > Einfluss in diesem Markt ist indirekt, nicht schnell, nicht
> > vollstaendig und nicht quantifizierbar, aber er ist trotzdem
> > vorhanden. Das ist genau das Problem, was so viele Leute mit
>
> Wie soll er vorhanden sein, wenn Du das weder direkt noch indirekt
> steuern kannst? Kann ich meinem Friseur sagen, er solle keine Rama
> mehr kaufen? Selbst wenn er es tut, was nuetzt mir das dann? Selbst
> wenn es keine Rama-Werbung mehr gibt, treten andere an diese Stelle.
> Die GEZ kann ich allein ganz direkt beeinflussen.
Im Sozialismus kann man auch ganz direkt bestimmen, wie viele Autos
gebaut werden und was diese kosten sollen. Trotzdem finden die
meisten Leute es besser, das anders zu Regeln.
Praktisch bezahlt weder dein Friseur noch du das Privatfernsehen,
ganz unabhaengig davon, ob ihr zu Rama oder einem Noname-Produkt
greift. Wenn man das anders sehen wuerde, koennte man auch sagen,
dass ich indirekt dafuer bezahle, wenn du ein Premiere-Abo hast, dir
einen teuren Urlaub goennst oder ein schickes Auto faehrst.
> > Marktmechanismen haben, sowohl auf der Verstaendnisebene als auch in
> > Folge dessen auf der Akzeptanzebene. Die entscheidende Frage ist
> > nicht, ob du aus einem Teilsystem der Gesellschaft aussteigen kannst
> > oder koennen solltest, sondern lediglich, ob der Preis, den du fuer
> > dieses Teilsystem zahlst, vernuenftig ist. Die Auftragsbeschreibung
>
> Wie soll das z.B. bei Mischkalkulation funktionieren? Ausserdem sind
> die Kosten fuer die Werbung in einem Produkt so gering, dass sie sich
> nicht deutlich bemerkbar machen. Sie laeppern sich aber zusammen.
Und genau so laeppern sich auch die winzigen Einfluesse durch dein
Einkaufsverhalten und das Einkaufsverhalten von Millionen anderer
Menschen zusammen. Marktwirtschaft ist Stochastik in Reinform. Was
man dabei nicht aus dem Auge verlieren sollte ist, dass die
Privatsender eigentlich nur eine Dienstleistung fuer die Werbenden
anbieten. Das Programm ist tatsaechlich nur dazu da, die Werbung so
zu unterbrechen, dass die Werbung angeschaut wird. Die Privatsender
produzieren Inhalte, um Werbebotschaften zu transportieren.
Werbung ist wichtig, wenn du ein Produkt verkaufen willst. Ob das nun
am besten Mund-zu-Mund Propaganda, Fernsehwerbung, Samples fuer
Journalisten, Eventsponsoring oder andere Werbeformen sind,
entscheidet letztendlich der Kaeufer. Ueber den Hebel beeinflusst du
ein ganz klein wenig die Kosten des Privatfernsehens. Wenn das
Programm seinen Zweck nicht erfuellt, verliert es an Wert und
folglich der Sender Einnahmen. Die Zusammenhaenge sind insgesamt
natuerlich viel vermaschter und kaum vollstaendig verstehbar, deshalb
haben ja auch unikausale Ansaetze wie “Festlegung von Gebuehren”
ihren Reiz.
> Und welches Produkt von welcher Firma hergestellt wird, kannst Du im
> Lebensmittelbereich oft nicht erkennen.
Das ist auch gar nicht so wichtig, wie es auf den ersten Blick
scheint.
> Nein, da ist mir die GEZ lieber, da bezahle ich direkt Gebuehren und
> nicht absolut unueberschaubare Gebuehren, die ich weder beeinflussen
> kann, noch deren genaue Hoehe weiss.
Das ist eine politische Aussage.

One Response to “Re: Für die privaten Sender zahlt auch jeder Gebühren… - Private TV-Sender kritisieren Marathon-L…”

  1. marathon-laufen » Blog Archive » VMotion, P2V - Editorial aus iX 2/2004 Says:

    […] marathon sind schon toll: Kaum hat man auch mal eine gute Idee, haben die’s auch schon implementiert Was dann noch auf meiner Wunschliste steht, ist ein virtueller Hardwarecluster, eine VMware Implementation der Technologien von Marathon Technologies und Stratus. Das würde dann so aussehen, daß man eine VM auf zwei Rechnern laufen läßt und der VMware Server doppelt den Input an die VMs und vergleicht den Output (A B). Bei Abweichungen bzw. einem Ausfall liefert man ein Fehlersignal. Das verdoppelt man dann noch mal und (C D)vergleicht wieder. Bei jedem Einzelausfall gilt dann (A!=B) und (C==D) xor (A==B) und (C!=D). Das Siegerpaar läuft dann weiter, während mann mit der VMotion Technolgie auf der nächsten Box das ausgefallene Paar wieder aufsetzt. Das Prinzip entspricht in etwa dem was auch Stratus auf ihren Continuums einsetzt, nur eben in Software und mit dem Unterschied, daß man nicht im Lock-Step CPU Signale vergleicht, sondern sich nur den verhältnismäßig niederbandbreitigen Output anschaut. Auf diese Art und Weise bekäme man z.B. Citrix Server absolut ausfallsicher (außer natürlich gegen Softwarefehler Bereits umgesetzt ist ja schon meine andere Idee: Physical2Virtual, aber die entgegengesetzte Richtung hätte auch ihren Reiz (Virtual2Physical). Nachdem Microsoft Connectix gekauft hat, bete ich bete täglich, daß Mircosoft VMware nicht ähnlich platt macht, wie Citrix. Scheint eine Vorliebe von denen zu sein, den zweitbesten zu kaufen und den erstbesten solange unter Druck zu setzen, bis er klein bei gibt. Das ging schon mit DOS 1.0 so los (Seattle CDOS vs. CP/M-86). […]

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