Die Ansprüche haben sich geändert. - LinuxTag: Mehr Teilnehmer für Coding-Mar…
marathonch mich für einen guten Programmierer halte, würde ich auch
nicht an so einer Veranstaltung teilnehmen.
Das liegt einfach daran, dass sich in der letzten Zeit die Ansprüche
doch sehr stark verändert haben.
Prinzipielle Aufgaben, wie besonders pfiffige Suchalgorithmen oder
die Behandlung asynchroner Kommunikationsvorgänge mit minimaler
Systemlast, locken heute keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Zumal
die drängenden Probleme dieser Art auch schon gelöst sind.
Vielleicht kann man mit besonders eindrucksvollen Grafiken noch
Eindruck schinden, aber die leben auch immer mehr vom "Unterbau",
also den Leistungen der eingesetzten Grafikkarten.
Da muss ich mich den Fragen des einen oder anderen Kommentators hier
anschließen, was soll man da programmieren?
Wirklich relevante Probleme findet man heute auf einem höheren
Niveau, und das kann man nicht durch einfaches Drauflosprogrammieren
erreichen.
Was mich aktuell interessieren könnte, wäre so etwas wie die
Erzeugung von UML-Diagrammen aus Text-Anweisungen (z.B. XML), denn
die dafür vorhandenen Tools sind mir zu "kopflastig". Aber kann so
etwas jemand in ein paar Tagen runterprogrammieren?
Ich glaube, die Betriebssystemebene und aufbauende Applikationen ist
bei der heutigen Komplexität (egal ob Linux oder Windows) nichts fürs
einfache Drauflos-"Coding", da kann man viel zuviel Fehler machen und
wenn man dann keine fundierte Gesamtstruktur definiert hat, ist alles
für die Katz und man blamiert sich total.
Ich sehe mir mal an, was bei diesem Coding-Marathon rauskommt.
Vielleicht belehren mich die Teilnehmer an dieser Veranstaltung eines
Besseren.
knC